Casino Roulette Portal

Nachfolgende Infos wurden von der früheren Blogseite rouletteportal.net übernommen, die inhaltlich hauptsächlich vom Nachtfalken (Klaus H.) erstellt wurde.

Roulette

Das Roulette in der heute bekannten Form wurde bereits vor mehr als 200 Jahren in den Spielbanken in Baden-Baden und Wiesbaden gespielt und zählt bis heute zu den beliebtesten Casinospielen.

Die Faszination des Roulette hat sicher auch mit der langen Tradition zu tun. Früher war es das Spiel der Adligen und Reichen, das sicher auch deshalb in vielen Romanen und Filmen thematisiert wurde. Die sozialen Hürden wurden mit der Zeit immer mehr aufgehoben, so dass das Roulette zum populärsten Glücksspiel in Europa wurde.

Die Spielregeln sind sehr einfach. Setzt man z.B. nur auf die 1:1 Chancen Rot oder Schwarz, ist es so einfach wie ein Münzwurf-Spiel oder ein leichtes Würfelspiel. Umgekehrt kann es aber auch ein sehr kompliziertes Spiel mit nahezu unzählig vielen Chancen-Kombinationen sein. Zitat aus Kurt von Hallers Roulette-Lexikon: “Bei keinem anderen Spiel gibt es so viele unterschiedliche Einsatz- und Gewinnmöglichkeiten.”


 

 

Historik des Spiels: Roulettekönig Benno Winkel

(Blog-Beitrag von Nachtfalke, 8.September 2009)

Der Millionengewinner

Es ist eine traurige Tatsache, dass in der Reihe der Berufsspieler, die das Roulette nachweislich hervorgebracht hat, kaum einer von ihnen vor dem Neid und der Missgunst der Gesellschaft verschont bleibt. Den meisten wird von Mathematikern und Physikern, die Möglichkeit zu gewinnen, glattweg abgesprochen; sie werden sowohl von den Betreibern des Spiels als auch von der spielenden Masse, von der Wissenschaft und von den Medien, von der Legislative, der Judikative und der Exekutive der Rechtsstaatlichkeit, sowohl von Gegnern der Szene, als auch von in ihr Involvierten, geächtet.

Paradoxerweise wirft man ihnen vor, dass sie die Gewinnträchtigkeit ihrer Satztechniken nicht “…nachweisen…” Dies ist eine nicht nachvollziehbare Logik, denn wer hinsichtlich langjähriger Erfahrungen die Fähigkeit des Dauergewinns im Roulette hart erarbeitet hat, ist nicht so dumm, dieses Wissen “…mir nichts, Dir nichts…” der Öffentlichkeit preiszugeben. Wenn Spieler ihr Leben mit Roulette finanziert haben und dieser Umstand als Nachweis ersehen werden kann, ist es müßig, ihnen die Fähigkeit eines solchen Nachweises abzusprechen, als dass diese auserwählte Gruppe nicht den Willen hierzu hat.

Nicht anders, als seinen Leidgenossen, erging es dem legendären Benno Winkel, der Mitte des vergangenen Jahrhunderts zu den Roulettegrößen zählte, dessentwegen Casinos während seiner Anwesenheit vor Ort sogar die Häuser verschlossen. Auch Winkel hatte im Lauf der Jahre seines Ruhms schliesslich mehr Neider und “…Kletten…”, die an sein Vermögen gelangen oder die sich seiner Spielschematik bedienen wollten, als dass er das Leben eines “…normalen…” Berufstätigen hätte führen können. Auch Winkel bezahlte den Preis, den die Größen seiner Branche im Scheinwerferlicht der Publizistik ereilte.

Die Missgunst seiner Mitmenschen stellte ihn sogar noch an den Pranger, als die Gewinne allgemein bekannt waren und als sein Ruhm als Roulettekönig begann, sich in ganz Europa wie ein Lauffeuer zu verbreiten. 1954 wegen Betrugs vor Gericht zitiert, versuchten Erfolglose, die mit den ihnen verkauften Eckdaten des Wissens von Benno Winkel nichts anzufangen wussten, durch Mathematiker und Gerichtsgutachter hinter dessen letzte Geheimnisse zu kommen. Sie versuchten unter dem strafrechtlichen Druck eines drohenden Gefängnisaufenthalts, der auf Grund der Präzidenz der Rechtslage und im Zusammenhang mit dem Bekanntheitsgrad des Betroffenen recht ausgedehnt ausgefallen wäre, die Bekanntgabe des Geheimnisses des Dauergewinns aus Benno Winkel herauszupressen.

Indes gelang ihnen dies nicht, weil Winkel an Stelle der Preisgabe seiner Einsatzschematik die Erfolgsträchtigkeit seiner Spielweise an Hand von Zahlenmaterial erbringen konnte, die er dem Gericht als Beweismittel vorlegte. Da unter den Zeugen, die dies bestätigen konnten, sich die Prominenz ihrer Zeit befand und sogar honorige Amtskollegen der Richter hierunter waren, wurde Benno Winkel freigesprochen mit der richterlichen Begründung, er habe das Wissenschaftliche seines Vorgehens und die wahrscheinlichkeitsmathematische Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen können. Seinem Siegeszug, im Ruf des erfolgreichsten Roulettespiels der Nachkriegsjahre zu stehen, stand nichts mehr im Wege. Hierüber berichtete das führende Politmagazin Der Spiegel, das im Jahr 1954 Benno Winkels Spielerkarriere zur Titelstory machte.

Winkel hat, wie alle großen Roulettisten, nicht als Einzelspieler seinen Ruhm erlangt.

Seinerzeit gab es eine Reihe professionell agierender Spielergruppen, die den Spielbanken in erheblichem Umfang zusetzten und sie reihenweise in den Ruin spielten. Zu ihnen zählen unter anderem die Brunnen-Gruppe, das Syndikat Montgomery, das Jagger Konsortium, die mathematische Fakultät Earle, die österreichische Puchgruppe, die Strategienschmiede Walters/Hamilton, die südfranzösische Liga, die Grabber Barns & Blike, die russische Formation von Zoppot, die Elitespielerschaft Leigh, die italienischen Kesselspezialisten um Dr. Jarecki, der Morton-Block …und -last not least- das Team des Benno Winkel.

Sie alle eint die Tatsache, dass die wirklich großen, dauerhaften Gewinne nur im Teamspiel erreichbar sind. Spielteams bedürfen um ihrer Existenz willen einer Gruppe von Spielern, die außer ihren fachlichen Qualifikationen auch charakterliche Eigenschaften besitzen, von welchen der Zusammenhalt und das Erreichen des Ziels der Gruppe abhängig ist. Sein Millionenvermögen erreichte Benno Winkel -wie auch die anderen seiner Klasse- erst mit Zusammenstellung eines Teams, dass in den großen Casinos ihrer Zeit auf “…Beutezug…” ging. Über die genannten, bekannten Spielerformationen hinaus gab es eine Reihe (teilweise erfogreicher) Nachahmer, die der Öffentlichkeit nie bekannt wurden. Der für die Casinos mit der Zeit gefährlich gewordene Druck, der von diesen Formationen mit ihren gezielten Angriffen auf die Roulettetische ausging, führte schliesslich zu einigen Regeländerungen zum Schutz der Spielbanken.


 

 

Zweitbester Roulettespieler?

(Blog-Beitrag von Nachtfalke, 30.September 2009)

Der Geheimnisvolle hinter dem Pseudonym Markus König

In der Sendung der Serie In der Sendung der Serie Galileo Mystery spielte er seine Partie für das Pro Sieben-Team: Der Kesselgucker Markus K.. In den meisten Spielbanken sind die Methoden des Markus K. ein rotes Tuch für die Tischcroupiers und für die Saalchefs. Im Allgemeinen werden Kesselgucker lieber gesehen, als andere Spieler; füllen sie doch im Verlauf von Stunden den Tronc des Personals wie keine andere Spielergattung. Aber bei Profis an den Roulettetischen stimmt das Verhältnis deren Gewinne und Verluste ganz und gar nicht; ein mit Maximum gestellter Pleineinsatz bringt dem Spieler pro Coup im Falle eines Treffers je nach Anzahl der mit belegten Nachbarzahlen seines Favoriten um die 30000 Euro Ertrag – und zwei, drei auf der kesselballistischen Basis präzise platzierte Sätze bringen die Spielbankgesellschaften leicht um die Monatseinnahmen!

Der Sachse, der als Einsatzspieler, die Berliner Spielbank zu knacken, von der Filmgesellschaft vorgesehen war, und der den Ruf geniesst, bester Kesselgucker der Welt zu sein, ist allerorts unerwünscht. Systemspieler wie er haben Hausverbot. Zwar versuchte die Journalistin Insa Müller, die die besagte Gallileo-Sendefolge moderierte, eine Spielbank im deutschsprachigen Raum zu finden, aber einen professionellen Spieler, der einer weltweiten Sperre unterliegt, wie der Sachse Christian Kaisan, bekommt man auch für eine werbeträchtige, bundesweit ausgestrahlte Sendung bei Pro7 nicht untergebracht.

Prinzip ist eben Prinzip: Systemspieler, die den Casinos Schaden zufügen, indem sie das offerierte Glücksspiel in ein Geschicklichkeitsspiel umwandeln, lässt man nicht mehr in die Spielsäle einchecken. Gegen Roulettespieler ihrer Klasse hat die Spielbank keine Chance! Und so war die Spielbank Berlin zwar bereit, sich mit dem Sendeteam auf eine Wette einzulassen, dass drei Systemspieler das Haus betreten, doch die Voraussetzung hierfür war, dass sie nicht schon in den Sperrlisten geführt sind.

Es bleibt zu vermuten, dass die Casinogesellschaft darauf spekulierte, mit Ausfindigmachung weiterer Professioneller, denen ein Verstoß gegen das Regelwerk nachgewiesen werden kann, die Sperrliste zu erweitern, weswegen sie sich auf die Wette mit Pro7 einliess. Im Falle des Aufdeckens der drei besagten Profis, bevor sie ihren Gewinn kassiert haben, wäre die Wette für den Sender verloren gewesen und die Betroffenen hätten die Häuser verlassen müssen …ohne sie wahrscheinlich je wieder betreten zu dürfen!

Für den Sachsen musste also Ersatz gefunden werden.

In der Gallileosendung hiess es, dass Kaisan eine Empfehlung ausgesprochen habe. Der beste Kesselgucker neben ihm sei ein Mann, der in der Sendung als “Markus K.” auftrat.

Zusammen mit mit dem Mathematikgenie Millionen Gewinner Ryan Board, der eigens für den Sender für die Wette nach Deutschland eingeflogen worden war, hatten diese drei Profis zum Zeitpunkt der Durchführung des Vorhabens in ihrer Spielerkarriere bereits fast 3 Millionen US-Dollar aus den Casinos erwirtschaftet – kein Wunder also, dass Casinos sich gegen Systemspieler wehren!

Für die Millionen Zuschauer, die das Spiel der Profis mittels aufwendig installierter, versteckter Kameratechnik an den Fernsehschirmen in der Spielbank miterleben durften, stellt sich allerdings eine Frage: Wer war dieser große Unbekannte, der in Pro Sieben als zweitbester Kesselgucker der Welt bezeichnet wurde?

Wer versteckt sich hinter dem Spielerpseudonym Markus K.?

Und was alles noch mysteriöser anmuten lässt: Wieso berief man sich auf eine Empfehlung des Sachsen, diesen Mann für das Pro7-Team spielen gelassen zu haben – einem Kesselspieler, der immerhin in jener Nacht im Roulette den höchsten Gewinn der drei beteiligten Profis erwirtschaftet hatte; von dem es zum Schluss sogar abhing, ob Pro Sieben die Wette gewinnen oder verlieren sollte!

Am Roulettetisch entschied sich schliesslich, ob die in der Sendung aufgestellte These, ob eine Spielbank zu knacken ist – oder nicht. Und nachdem offensichtlich wurde, dass die Zufälligkeit des Fallens von Spielkarten viel ungewisser zu beurteilen ist, als der Fall einer Kugel in das prognostizierte (weil errechnete) Zahlenfach, war es der Kesselgucker, der seinem Decknamen alle Ehre machte, und der die Partie des Senders zu dessen Gunsten entschied, obwohl nach einer Trefferserie die Aufmerksamkeit des Personals seiner Person galt – und nicht der Personen der Kartenspieler. Er, der Sachse, bestritt noch in derselben Nacht, in der die Erstausstrahlung der Sendung erfolgt war, diese Empfehlung ausgesprochen zu haben. Er kenne diesen Mann überhaupt nicht.

So bleibt das Geheimnis um den Star des Abends, der die Pro7-Wette für den Sender entschied, ungelüftet und die Szene fragt sich, wer er ist.

Wie knackt man eine Spielbank?