Lexikon: Casinos und Online Casinos

Fachbegriffe und umgangssprachliche Begriffe und Abkürzungen bezüglich Glücksspiel, Wetten, Spielcasinos, Table Games, Kartenspiele usw.


Lexikon, Glossar, Kasino Begriffe - Buchstabe W

WagerWorks
Software-Entwickler für Online Casinos, hat sich die Rechte an einigen sehr bekannten und populären Online Spielen gesichert (z.B. Wheel of Fortune®, The Price Is Right™, Baywatch™, Monopoly und Play Your Cards Right™). WagerWorks entwickelt verschiedene Arten von Online Spielen, darunter Multi Line Slots Machines, Multi Coin Automatenspiele, die geläufigen Tischspiele, ein Multi-Player Poker Netzwerk und "mobile phone solutions" bzw. Casino Handyspiele. Zu den Lizenznehmern von WagerWorks zählen Virgin Games (virgincasino.com), Paddy Power (paddypowercasino.com), Blue Square Casino (bluesqcasino.com), Sky Bet (skybetvegas.com), Rank Group plc (www.meccagames.com) und Hitsville Casino.

Webcam Casinos
Live Casinos bzw. Live Dealer Casinos, die Roulette, Blackjack und einige andere Table Games mit Croupiers anbieten. Das Spiel findet an echten Roulette- und Kartentischen statt, die mit den Spieltischen in realen Spielbanken vergleichbar sind. Die Roulettekugel wird genauso vom Croupier in den Roulettekessel geworfen, wie in den Spielbanken und die Blackjack-Karten werden von den Dealern (oder meistens Dealerinnen) genauso gemischt und ausgeteilt, wie in den Spielcasinos. Die Spielabläufe werden mit Kameras gefilmt und in Echtzeit ins Internet gestreamt. Webcam Casinos gibt es bereits seit 1998. Die größeren Casinonetzwerke boten Livespiele erst ab 2005 an (Playtech, später dann auch Microgaming). Erst seit zwei bis drei Jahren (Stand 2016) haben sich Livecasinospiele so weit verbreitet, dass sie in fast allen gut besuchten Onlinecasinos mit angeboten werden. Männliche Croupiers sind eher selten an den Livespieltischen zu sehen. In den meisten Fällen handelt es sich um Dealerinnen. In einigen Livecasinos sind die Live-Dealerinnen aufreizender bekleidet als die weiblichen Croupiers in den Spielbanken.

we win
"Ausweich"-Bezeichnung für den Sportwetten- und Casinobetreiber bwin,
dessen Logo in einigen Bundesländern nicht mehr von seinen gesponsorten Partnern
(z.B. Werder Bremen) beworben werden darf. Auch das we win! Logo ist umstritten

Weak Player
Poker: Zu ängstlicher Spieler, Verlierertyp, spielt zu passiv (raist zu wenig oder nie, checkt zu viel und schöpft somit das Potential seiner made hands und spielbaren drawing hands nicht aus)

Wells Progression
Die Wells-Progression ist eine Modifizierung der d'Alembert Rouletteprogression, wobei der maximale Einsatz auf 19 Stücke (Stück = Jeton-Einheit, je nach individuellem Mindesteinsatz) begrenzt wird. Nach Verlustergebnis steigt der Einsatz jeweils um ein Stück an, bis maximal 19 Stücke. Nach einem Plusergebnis verringert sich der nächstfolgende Spieleinsatz jeweils um ein Stück. Die Wellsprogression beginnt in der ersten Satzstufe mit 10 Stücken Einsatz.

Wetten
Beim Glücksspiel steht der Begriff meist als Kurzform für Sportwetten. Bei Buchmachern in Wettbüros oder auf Sportwettenseiten im Internet kann man auf den Ausgang von Sportveranstaltungen oder auch anderen Ereignissen (z.B. Wahlen, Votingergebnisse von TV Castingshows usw.) wetten. Die Quoten sind von Buchmacher zu Buchmacher verschieden, so dass professionelle Spieler in einigen Fällen auch sichere Arbitrage-Gewinne durch sogenannte Surebets erzielen können. Das sind aber Ausnahmefälle. Die Wettquoten sind so kalkuliert, dass die große Masse der Spieler auf längere Sicht die Spieleinsätze verwettet. In Deutschland gilt nur das staatliche Oddset-Wettangebot als legal. Sportwetteneinsätze dürfen nur in den Lotto-Annahmestellen gemacht werden. Die Teilnahme an Wettveranstaltungen im Internet oder bei nicht konzessionierten privaten Wettbüros gilt als illegal. Pferdewetten nehmen eine Sonderstellung ein. Dieser ganz spezielle Wettenbereich unterliegt nicht den gleichen strengen Regeln.

Spieleinsätze in den Online Casinos werden häufig auch als Wetten bzw. Wetteinsatz bezeichnet. Man spekuliert ja auf einen ganz bestimmten Spielausgang (z.B. dass beim Roulette eine rote Zahl geworfen wird oder dass man beim Blackjack ein besseres Blatt als der Dealer zusammen bekommt) und das Casino wettet sozusagen auf den gegensätzlichen Spielausgang.

Whittacker Progression
Roulette Progression auf den Einfachen Chancen mit degressiver Schadensbegrenzung bei gehäuften Minusergebnissen. Abhängig vom Gesamtminusstand wird zunächst in Höhe des halben Minusstandes gesetzt. Geht es weiter ins Minus wird der zur Tilgung erforderliche Betrag gedrittelt und schließlich sogar geviertelt. Auf diese Weise ist keine schnelle Rückkehr ins Plus möglich, so wie bei linearen Progressionen (z.B. Martingale). Man läuft aber zumindest nicht Gefahr, "Haus und Hof" aufs Spiel zu setzen und an einem schlechten Tag zu verspielen, so wie es bei gefährlicheren Progressionen möglich ist.

Windfall Profit
Gewinn, mit dem man nicht unmittelbar gerechnet hat und der nicht durch produktiven Vermögensaufbau zustande kam. Jackpotgewinne beim Automatenspiel oder Lottogewinne können so gesehen als windfall profit eingestuft werden. Es gibt auch ein Roulette System "Windfall", das keine große Verbreitung gefunden hatte und deshalb weitgehend unbekannt blieb.

WorldGaming
(früher Starnet), war zeitweise Online Casino Software-Anbieter mit den meisten Lizenznehmern (mehr als 300 Onlinecasinos) WorldGaming wurde Ende 2006 von der Betonusa AG (ehemals Casmaker Ltd.) übernommen. WorldGaming hatte sich größtenteils auf den US-amerikanischen Markt konzentriert und hatte durch die Gesetzesänderungen in den USA praktisch keine Geschäftsgrundlage mehr.

WSOP
World Series of Poker, die "Weltmeisterschaft" der Pokerspieler. Jedes Jahr findet ein WSOP Main Event in der Glücksspielmetropole Las Vegas statt. Im vergangenen Jahr gab es 8773 Turnierteilnehmer, die jeweils das Startgeld in Höhe von $10.000 bezahlt hatten oder das Buy-In bei Satellitenturnieren gewonnen hatten. Der Preispool belief sich auf mehr als 82 Mio. US-Dollar. Turniersieger Jamie Gold bekam 12 Millionen Dollar Preisgeld. "Vize-Weltmeister" Paul Wasicka strich immerhin noch gut 6,1 Millionen Dollar Preisgeld ein. Sogar für den 800.Platz gab es beachtliche $15.504 Preisgeld. Einer der erfolgreichsten WSOP-Teilnehmer ist der Pokerexperte und Kult-Pokerbuch-Autor Dan Harrington. Er erreichte zwei Mal in Folge den Final Table (2003 und 2004) und war bereits 1995 WSOP Poker Weltmeister. Sein Pokerbuch "Harrington on Hold'em, Expert Strategy for No-Limit Tournaments" gehört zu den meistgelesenen und besten Poker Büchern. Als der damals unbekannte "Amateurspieler" Chris Moneymaker im Jahr 2003 das WSOP Main Event gewann, löste er damit den weltweiten Pokerboom aus. Er hatte sich zuvor bei kleineren Internet-Turnieren qualifiziert und sich dann eindrucksvoll gegen die besten Pokerprofis durchsetzen können.